Wie wechsle ich von einem Microsoft-Konto auf ein lokales Benutzerkonto in Windows 11?

Windows 11 setzt beim Einrichtungsprozess mittlerweile ab Werk die Nutzung eines Microsoft-Kontos voraus. Das kann Vorteile bringen, etwa durch OneDrive-Integration, automatische Synchronisierung von Einstellungen oder den Zugriff auf Microsoft-Dienste. Allerdings möchten viele Nutzer dennoch lieber ein lokales Benutzerkonto verwenden, zum Beispiel aus Datenschutzgründen oder weil sie keinen Online-Zwang wünschen.

Gründe für den Umstieg auf ein lokales Konto

Windows 11 ist tief mit Microsoft-Diensten verzahnt. Für einige Nutzer ist das erwünscht und hilfreich, für andere hingegen überflüssig oder unerwünscht. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein lokales Konto sinnvoll sein kann:

  • Datenschutz: Ein lokales Konto speichert deutlich weniger Informationen in der Cloud. Manche Nutzer möchten nicht, dass Microsoft die Kontodaten, Einstellungen oder Nutzungsgewohnheiten erhält.
  • Eigenständigkeit: Wer sich ungern von einem Microsoft-Konto abhängig machen möchte, schätzt die vollständige Kontrolle über das System ohne Online-Anmeldung.
  • Offline-Nutzung: Ein lokales Konto kann selbst dann genutzt werden, wenn keine Internetverbindung besteht, was auf Reisen oder in schlecht versorgten Gebieten relevant sein kann.
  • Firmennetzwerke oder spezielle Umgebungen: In manchen Unternehmensumgebungen sind keine Microsoft-Konten erwünscht oder erlaubt.

Gleichzeitig verzichten Sie beim lokalen Konto aber auf einige Komfortfunktionen wie geräteübergreifende Synchronisierung oder den direkten Zugang zum Microsoft Store, den Sie dann bei Bedarf händisch mit einem Microsoft-Konto verknüpfen müssten.

Wichtige Vorab-Informationen

Bevor Sie das Microsoft-Konto in Windows 11 auf ein lokales Konto ändern, sollten Sie Folgendes beachten:

  1. Vorhandene Daten und Synchronisierung: Wenn Sie bereits Daten via OneDrive speichern, müssen Sie diese eventuell neu synchronisieren oder auf andere Weise sichern. Das Konto wird nicht automatisch gelöscht, aber die Verknüpfung zum lokalen PC könnte sich ändern.
  2. Office-Lizenzierung: Nutzer, die Microsoft 365 im Einsatz haben, sind oft mit ihrem Microsoft-Konto bei Office angemeldet. Dies funktioniert zwar weiterhin, kann aber zum Problem werden, wenn Sie das Microsoft-Konto von Windows abmelden und gleichzeitig in Office eingeloggt bleiben möchten. Normalerweise klappt es jedoch, in Office separat angemeldet zu sein.
  3. Passwortregeln: Ein lokales Konto unterliegt anderen Passwortregeln. Wenn Sie zuvor Ihr Microsoft-Kontopasswort genutzt haben, legen Sie nun ein neues Kennwort (oder eine PIN) für das lokale Konto an.
  4. Zugriff auf den Microsoft Store: Wer weiterhin Apps aus dem Microsoft Store installieren möchte, meldet sich später in der Store-App mit dem Microsoft-Konto an, ohne das gesamte Windows-Konto an das Microsoft-Konto zu binden.
  5. Eingeschränkte Synchronisation: Funktionen wie die Synchronisation von Designs, Browsertabs (bei Edge) oder geräteübergreifendem Verlauf (Cloud Clipboard) funktionieren bei einem lokalen Konto nicht.

Kurzanleitung für den Wechsel

Wer schon einmal ein lokales Konto in Windows 10 angelegt hat, wird sich in Windows 11 rasch zurechtfinden. Eine kompakte Zusammenfassung der Schritte:

  1. Einstellungen öffnenKonten.
  2. Ihre InformationenStattdessen mit einem lokalen Konto anmelden.
  3. Passwort/Pin eingeben (zur Bestätigung).
  4. Neues lokales Konto erstellen (Benutzername, Passwort).
  5. Abmelden und fertig.

Im Anschluss melden Sie sich mit Ihrem neuen lokalen Konto an. Dabei können Sie weiterhin Apps wie OneDrive oder Office nutzen, indem Sie sich in der jeweiligen App oder Anwendung separat einloggen.

Diese kurze Zusammenfassung dient nur als grober Überblick. Im weiteren Verlauf finden Sie eine ausführliche Anleitung, die sämtliche Zwischenschritte und möglichen Stolpersteine beleuchtet.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Einstellungen öffnen

  • Klicken Sie auf das Start-Symbol (linksbündig oder mittig, je nach eigener Einstellung) in der Taskleiste.
  • Anschließend das Zahnrad-Symbol wählen oder „Einstellungen“ in das Suchfeld eingeben.

2. Navigieren zu „Konten“

  • In den Windows-Einstellungen finden Sie in der linken Spalte verschiedene Rubriken.
  • Wählen Sie hier Konten.
  • Rechts sehen Sie nun einen Bereich mit Kontoeinstellungen und Informationen über das aktuell angemeldete Konto.

3. Abschnitt „Ihre Informationen“

  • Unter Konten finden Sie den Eintrag Ihre Informationen.
  • Dort erkennen Sie, ob Ihr Konto momentan ein Microsoft-Konto ist. Meist wird der Kontoname sowie die E-Mail-Adresse angezeigt.
  • Zudem steht dort ein Hinweis wie „Verwalten Sie Ihr Microsoft-Konto“.

4. Wechsel zum lokalen Konto

  • Scrollen Sie ein wenig, bis Sie die Option Stattdessen mit einem lokalen Konto anmelden finden.
  • Sollte diese Option nicht sichtbar sein, könnte Ihr PC in einer Domäne eingebunden sein oder es liegen Gruppenrichtlinien vor, die das verhindern. In den meisten Fällen ist der Button aber vorhanden.

5. Passwort zur Verifizierung eingeben

  • Windows möchte sicherstellen, dass Sie der rechtmäßige Besitzer des Microsoft-Kontos sind.
  • Geben Sie deshalb das Passwort oder die PIN ein, mit der Sie sich aktuell an Windows anmelden.
  • Bei einer mehrstufigen Authentifizierung (2FA) kann zusätzlich eine Code-Abfrage auf dem Smartphone erfolgen.

6. Neues lokales Benutzerkonto anlegen

  • Windows bittet Sie nun, einen lokalen Benutzernamen und ein neues Passwort festzulegen.
  • Vorsicht: Dieser Benutzername kann nicht gleichzeitig für ein anderes lokales Konto verwendet werden. Wenn Sie bereits ein lokales Konto mit demselben Namen haben, muss hier ein anderer gewählt werden.
  • Optional lässt sich ein Passworthinweis eintragen, der bei Passwortverlust helfen soll.

7. Bestätigen und abmelden

  • Nach dem Anlegen des lokalen Kontos werden Sie gebeten, sich abzumelden.
  • Speichern Sie vor dem Abmelden alle geöffneten Dokumente.
  • Klicken Sie auf Abmelden und fertig.

Nach der Abmeldung gelangen Sie zum Anmeldebildschirm. Hier sehen Sie nun Ihren neuen Benutzernamen ohne Microsoft-E-Mail. Melden Sie sich mit dem lokalen Passwort an, das Sie eben festgelegt haben.

Mögliche Fehlerquellen und Problembehebung

Obwohl dieser Vorgang relativ unkompliziert ist, kann es zu Stolpersteinen kommen:

  1. Keine Option für „Stattdessen mit einem lokalen Konto anmelden“ vorhanden:
    • Ursache: Das System ist Teil einer Microsoft 365-Unternehmensumgebung oder einer Domäne. Gruppenrichtlinien können den Wechsel auf ein lokales Konto verhindern.
    • Lösung: IT-Administrator kontaktieren oder prüfen, ob das Gerät überhaupt privaten Nutzern gehört.
  2. PIN wird nicht akzeptiert:
    • Ursache: Manchmal ist die PIN an das Microsoft-Konto geknüpft.
    • Lösung: In den Kontoeinstellungen ggf. das Passwort eingeben oder die PIN zurücksetzen.
  3. Passworthinweis wird falsch angezeigt:
    • Ursache: Wenn bei der lokalen Kontoerstellung Sonderzeichen oder Umlaute verwendet werden, kann es zu merkwürdigen Darstellungen kommen.
    • Lösung: Verwenden Sie einen einfachen Hinweissatz ohne Sonderzeichen.
  4. App-Einschränkungen:
    • Ursache: Manche Windows-Apps (z. B. Store, OneDrive) erwarten, dass das OS-Konto mit Microsoft verknüpft ist.
    • Lösung: In der jeweiligen App kann man sich separat anmelden, ohne das gesamte Benutzerkonto erneut an Microsoft zu binden.

Daten und Einstellungen nach dem Wechsel

Nutzer, die bereits intensiv mit OneDrive oder der Synchronisationsfunktion gearbeitet haben, befürchten oft Datenverlust. Generell gilt:

  • Daten im Cloud-Speicher (OneDrive etc.) bleiben dort erhalten. Man kann sich einfach in der OneDrive-App mit dem Microsoft-Konto anmelden und die benötigten Ordner erneut synchronisieren.
  • Personalisierungen: Themes, Hintergrundbilder oder Edge-Favoriten werden nicht mehr automatisch über das Microsoft-Konto synchronisiert. Es erfolgt jedoch keine Löschung lokal gespeicherter Einstellungen; sie werden lediglich nicht mehr abgeglichen.
  • Microsoft Store-Apps: Wer zuvor Apps aus dem Store installiert hat, kann diese auch weiter nutzen. Updates für Store-Apps setzen häufig eine Store-Anmeldung voraus, aber diese Anmeldung kann man separat vornehmen.

Unterschiedliche Kontentypen in Windows 11

In Windows 11 stehen prinzipiell zwei Kontotypen zur Verfügung:

  • Microsoft-Konto: Verknüpft Betriebssystem-Login mit E-Mail, Cloud-Diensten und Synchronisation. Ideal für alle, die gerne geräteübergreifend auf Dokumente, Einstellungen und Apps zugreifen möchten.
  • Lokales Benutzerkonto: Funktioniert losgelöst von den Online-Diensten. Man legt ein reines Offline-Konto an, das nur auf dem lokalen System existiert.

Daneben gibt es noch Domänenkonten (in Firmennetzwerken) und Azure-AD-Konten (in Cloud-Umgebungen), die hier aber nicht im Fokus stehen.

Vor- und Nachteile eines lokalen Kontos

Vorteile

  • Datenschutz: Weniger Datenfluss zu Microsoft.
  • Unabhängigkeit vom Internet: Das Konto funktioniert auch ohne Online-Verbindung.
  • Mehr Kontrolle: Einstellungen und Dateien verbleiben komplett lokal.

Nachteile

  • Keine automatische Synchronisation: Designs, Passwörter, Favoriten usw. werden nicht geräteübergreifend synchronisiert.
  • Erschwerter Store-Zugang: Für App-Downloads ist eine separate Anmeldung erforderlich.
  • Kein Online-Passwort-Reset: Vergisst man das Passwort, muss man über lokale Methoden (z. B. Kennwortrücksetzdiskette) zurücksetzen, anstatt via Microsoft-Konto.

Mit oder ohne Internetzugang installieren?

Grundsätzlich fordert Windows 11 bei der Ersteinrichtung (OOBE) meist ein Microsoft-Konto. Bei der Pro-Edition kann man bei der Einrichtung stattdessen „Ohne Internet fortfahren“ wählen (bzw. eine ähnliche Option), bei der Home-Edition ist dieses Vorgehen von Microsoft offiziell beschnitten.

  • Trick: Kurzzeitig das Internet kappen (LAN-Kabel abziehen oder WLAN deaktivieren). Windows 11 sollte dann nach einem lokalen Konto fragen.
  • Nachteile: Je nach Installationsversion kann das Setup sich strikt weigern, fortzufahren.

Wer Windows 11 bereits eingerichtet hat und im Nachhinein wechseln will, befolgt einfach die oben stehenden Schritte in den Kontoeinstellungen.

Umgang mit Microsoft-Apps nach dem Wechsel

Viele vorinstallierte Apps setzen auf das Microsoft-Konto. Hier einige Beispiele und wie Sie sie weiterhin nutzen können:

OneDrive

Nach dem Wechsel auf ein lokales Konto ist OneDrive nicht automatisch deaktiviert, wird aber nicht mehr automatisch eingeloggt. Man kann sich jedoch in der OneDrive-App (unten rechts im Infobereich der Taskleiste) erneut mit dem Microsoft-Konto anmelden, um den Cloudspeicher zu verwenden.

Microsoft Store

Ein Microsoft-Konto ist für das Herunterladen und Aktualisieren von Store-Apps erforderlich. Auch hier kann man sich direkt im Store anmelden, ohne dass das gesamte Windows-Konto betroffen ist.

Office-Anwendungen

Office 365/ Microsoft 365 lässt sich weiterhin normal verwenden. Die Aktivierung läuft über das Microsoft-Konto, das in Office selbst hinterlegt ist. Das Windows-Benutzerkonto muss nicht zwingend gekoppelt sein.

Xbox Game Bar

Wer auf dem PC Spiele spielt und die Xbox-Funktionen (z. B. Achievements, Chat, Streaming) nutzen möchte, kann sich dort ebenfalls individuell anmelden. Windows 11 erfordert dafür kein Microsoft-Hauptkonto.

Zugangsdaten und Passwortverwaltung

Mit einem lokalen Konto ist man selbst dafür verantwortlich, sein Passwort zu verwalten. Anders als beim Microsoft-Konto gibt es keine Online-Reset-Funktion. Deswegen empfiehlt es sich:

  • Passwort sorgfältig wählen: Idealerweise ein starkes Kennwort, das Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthält.
  • Passworthinweis: Bei der Kontoerstellung lässt sich ein Hinweissatz eingeben. Wenn Sie sich später bei Windows am Login-Screen vertippen, erscheint dieser Hinweis.
  • Backup-Strategien: Wenn Sie Ihre Systempartition verschlüsseln (z. B. mit BitLocker), sollten Sie den Wiederherstellungsschlüssel an einem sicheren Ort speichern.

Zusätzliche Benutzerkonten

Windows 11 erlaubt die Anlage mehrerer Konten parallel. Das heißt, Sie können neben Ihrem (nun) lokalen Konto weiterhin ein separates Microsoft-Konto einrichten.

  • Szenario: Ein Familienmitglied möchte die Vorteile der Synchronisation nutzen, Sie selbst aber nicht.
  • Umsetzung: Sie legen ein zweites Konto für diese Person an, die sich dann mit dem Microsoft-Konto anmeldet.

Dadurch können mehrere Nutzerprofile nebeneinander existieren, ohne sich in die Quere zu kommen.

Rückkehr zum Microsoft-Konto

Wer sich nach einiger Zeit doch wieder für die Vorteile eines Microsoft-Kontos entscheidet, kann diesen Vorgang umkehren:

  1. EinstellungenKontenIhre Informationen.
  2. Anmelden mit einem Microsoft-Konto.
  3. Anschließend E-Mail-Adresse und Passwort eingeben.

Die vorhandenen Daten gehen dabei nicht verloren, es findet nur eine Umstellung der Kontoverknüpfung statt. Einstellungen und Dateien bleiben erhalten.

Probleme mit Work- oder School-Accounts

In manchen Fällen wird neben einem Microsoft-Konto auch ein „Work- oder School-Account“ verwendet, der von einer Organisation wie einer Universität oder einem Arbeitgeber bereitgestellt wird. Das ist meist ein Azure-AD-Konto, welches Microsoft 365-Dienste aktiviert.

  • Lokales Konto parallel: Theoretisch lässt sich Windows 11 mit einem lokalen Konto führen und den Work- oder School-Account nur für einzelne Apps (Teams, Outlook) nutzen.
  • Einschränkungen: Wenn das Gerät verwaltet ist, kann der IT-Administrator Richtlinien setzen, die diesen Wechsel verhindern.

Sicherheitsaspekte

Ein lokales Konto ist nicht per se unsicherer als ein Microsoft-Konto. Allerdings sollten Sie bedenken, dass es kein Online-Reset gibt und Microsofts Cloud-Sicherheitsmechanismen (z. B. Zwei-Faktor-Authentifizierung) nicht greifen.

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Für das Windows-Anmeldekonto selbst nicht verfügbar, wenn es lokal ist. Nur Microsoft-Konten unterstützen diese Funktion direkt.
  • Geräteverschlüsselung: Auch ein lokales Konto kann BitLocker nutzen, allerdings ist der Recovery-Schlüssel dann nicht mit dem Microsoft-Konto verknüpft.
  • Kennwortrücksetzdatenträger: Windows bietet die Möglichkeit, einen USB-Stick als Rücksetzmedium für lokale Konten zu erstellen.

Benutzerrechte und Gruppen

Wenn Sie das erste Konto in Windows 11 angelegt haben, besitzt dieses Administratorrechte. Beim Wechsel auf ein lokales Konto bleibt die Kontengruppe in der Regel erhalten. Man ist also weiterhin Administrator (sofern man dies nicht manuell ändert).

Standardbenutzer: Falls Sie zu Sicherheitszwecken nur ein Standardkonto verwenden möchten, lässt sich dies in den Kontoeinstellungen ändern. Die Systemsteuerung („Benutzerkonten“) oder der Bereich „Konten“ in den Einstellungen bietet die Option, den Kontotyp zu ändern.

Fehlendes Menü „Stattdessen mit einem lokalen Konto anmelden“

Eine häufige Frage betrifft das Verschwinden der Option, vom Microsoft-Konto auf ein lokales Konto umzustellen.

  • Workaround: Manchmal hilft es, die Internetverbindung zu trennen und in den Kontoeinstellungen erneut nachzusehen.
  • Gruppenrichtlinie: In Firmenumgebungen oder Schul-Notebooks ist diese Funktion oft aus Sicherheitsgründen deaktiviert.
  • Version checken: Bei sehr alten Vorabversionen von Windows 11 (Insider Build) gab es zeitweise Bugs, die zu Anzeigefehlern führten. Ein Update auf eine stabile Version löst das Problem.

Synchronisierte Daten behalten?

Wer viel mit Microsofts Cloud-Diensten arbeitet, steht vor der Frage, ob bereits synchronisierte Daten verloren gehen.

  • OneDrive-Dateien: Bleiben in der Cloud und auf dem lokalen Rechner, sofern Sie diese nicht löschen. Lediglich die automatische Synchronisierung setzt eine Anmeldung voraus.
  • Edge-Favoriten: Falls diese über das Microsoft-Konto synchronisiert wurden, verbleiben sie offline auf dem PC. Spätere Änderungen werden aber nicht mehr in die Cloud hochgeladen.
  • Personalisierte Themes: Diese sind weiterhin lokal nutzbar, nur das Cloud-Backup entfällt.

Umgang mit Windows Hello

Windows Hello ermöglicht die Anmeldung per PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Wenn Sie auf ein lokales Konto wechseln, kann das Auswirkungen haben:

  • PIN-Verknüpfung: Möglicherweise muss eine neue PIN angelegt werden, da die alte an das Microsoft-Konto gebunden war.
  • Biometrische Daten: Fingerabdruck oder Gesichtserkennung sind in der Regel an das Benutzerkonto (SID) gekoppelt. Beim Wechsel kann Windows verlangen, diese erneut einzurichten.
  • Sicherheitseinstellungen: Die Sicherheitsstufen von Windows Hello gelten weiterhin, nur die Verknüpfung zum Onlinedienst entfällt.

Offline-Funktionalität

Ein großer Vorteil des lokalen Kontos besteht darin, dass alle Kernfunktionen von Windows 11 auch ohne Internetzugang funktionieren. Das Betriebssystem verlangt keine Online-Autorisierung beim Login.

Fehlermeldungen: Bei Microsoft-Store-Apps, die ständig eine Internetverbindung suchen, kann es Meldungen geben. Diese lassen sich jedoch ignorieren, sofern Sie die Apps nicht nutzen.

Weiterer Ausbau des lokalen Kontos

Auch lokal lassen sich diverse Komfortfunktionen realisieren:

  • Cloud-Dienste von Drittanbietern: Statt OneDrive kann man Dropbox, Google Drive oder andere Lösungen manuell installieren und verwenden.
  • Manuelle Synchronisation: Wer auf mehreren Computern arbeitet, kann Dateien via USB-Stick, NAS oder Netzwerkfreigaben verschieben.
  • Lokale Sicherungslösungen: Systemabbild, Backup-Software und automatische Skripte ermöglichen ebenso Schutz vor Datenverlust, ohne dass ein Microsoft-Konto benötigt wird.

Bestehendes Microsoft-Konto löschen?

Die Umstellung auf ein lokales Konto löscht das Microsoft-Konto nicht. Es besteht online bei Microsoft weiter, ähnlich wie ein E-Mail-Konto. Wer das Konto wirklich löschen möchte, müsste diesen Vorgang in den Kontoverwaltungseinstellungen bei account.microsoft.com durchführen.

Vorsicht: Damit verlieren Sie unter Umständen Zugriff auf Dienste wie Outlook.com, Office, Xbox Live oder Skype, sofern die jeweils mit demselben Microsoft-Konto verknüpft sind.

Lokales Konto und Administratorrechte

Wenn Sie beim Wechsel auf ein lokales Konto die Administratorrechte verloren haben, kann das unterschiedliche Ursachen haben:

  1. Fehlkonfiguration: Beim Erstellen eines neuen lokalen Kontos haben Sie versehentlich einen Standard-Benutzer statt Administrator gewählt.
  2. Domänenrichtlinie: In einer Domäne könnten Gruppenrichtlinien vorschreiben, dass nur Domänenkonten Adminrechte haben.
  3. Systemfehler: Seltener tritt ein Fehler während der Umstellung auf.

Lösung: Starten Sie bei Bedarf ein anderes administratives Konto (sofern vorhanden) und ändern Sie den Kontotyp in „Administrator“. Ist keines vorhanden, wird es komplizierter, da man sich ggf. in die erweiterte Windows-Reparaturumgebung begeben muss, um wieder Administratorrechte einzuräumen.

Wechsel bei Windows-Insider-Versionen

Wer am Insider-Programm teilnimmt und Vorabversionen testet, muss hin und wieder auf Instabilitäten gefasst sein. Der Wechsel vom Microsoft-Konto auf ein lokales Konto kann in Insider-Builds Bugs aufweisen:

  • Versteckte Optionen: Microsoft experimentiert gern mit verschiedenen Setup-Oberflächen.
  • Mögliche Zurücksetzung: Nach einem Update kann es vorkommen, dass Einstellungen überschrieben werden.

Hier empfiehlt sich stets, auf die neueste Insider-Version zu aktualisieren und Feedback an Microsoft zu senden, falls Probleme auftreten.

Lokales Konto ohne Passwort?

Technisch gesehen kann man in Windows 11 auch ein lokales Konto ohne Passwort einrichten (Leeres Kennwort). Das ist jedoch aus Sicherheitsgründen nicht ratsam, vor allem wenn Sie das Gerät auch nur teilweise öffentlich verwenden.

  • Schnelle Anmeldung: Wer ein schnelles Anmelden ohne Eingabe möchte, kann Windows Hello mit einem PIN-Code (kürzer als ein Passwort) verwenden.
  • Automatische Anmeldung: Man kann die automatische Anmeldung aktivieren, indem man unter netplwiz (Ausführen-Dialog) einstellt, dass das System ohne Passwortanfrage startet. Auch das ist ein Sicherheitsrisiko, wenn mehrere Personen Zugriff auf den Rechner haben.

Nicht vergessen: Sicherungen

Nicht nur vor der Umstellung, sondern generell ist ein Backup-Plan sinnvoll:

  • Regelmäßige Abbildsicherung: So können Sie jederzeit das System in einen funktionierenden Zustand zurückversetzen.
  • Cloud-Backup (Dropbox, Google Drive, iCloud etc.): Wer Microsoft vermeiden will, kann andere Anbieter nutzen.
  • Externe Festplatten: Mindestens einmal pro Woche oder pro Monat wichtige Daten extern sichern.

Gerade bei signifikanten Änderungen am System (z. B. Kontowechsel, Upgrades) sollten Sicherungen vorhanden sein, falls etwas schiefgeht.

Häufige Fragen (FAQ)

  1. Kann ich mein Microsoft-Konto nach dem Wechsel noch für Office verwenden?
    • Ja. Die Anmeldung in Office-Anwendungen ist getrennt vom Windows-Benutzerkonto. Einfach die entsprechenden Apps öffnen und dort das Microsoft-Konto eintragen.
  2. Muss ich OneDrive deinstallieren, wenn ich auf ein lokales Konto wechsle?
    • Nein, OneDrive kann einfach abgemeldet bleiben oder weiter genutzt werden. Die App fragt dann separat nach einer Anmeldung.
  3. Werden meine lokal gespeicherten Daten gelöscht, wenn ich wechsle?
    • Normalerweise nicht. Der Kontotyp ändert sich, aber Ihre Dateien bleiben unberührt. Trotzdem ist ein Backup zur Sicherheit empfehlenswert.
  4. Ich habe kein „Stattdessen mit lokalem Konto anmelden“. Was tun?
    • Eventuell eine Pro- oder Enterprise-Version prüfen, Domänenbindung, Gruppenrichtlinien oder ein Work-/School-Account. Alternativ das Internet trennen oder die GPO-Einstellungen durch einen Admin anpassen lassen.
  5. Wie melde ich mich später an, wenn ich mein lokales Passwort vergesse?
    • Entweder mit dem zuvor angelegten Kennwortrücksetzdiskette (USB) oder anderen Admin-Konten. Microsoft bietet in diesem Fall keine Online-Zurücksetzung.

Parallelnutzung von Microsoft-Diensten

Ein lokales Konto bedeutet nicht, dass Sie auf Dienste wie Skype, OneDrive oder Outlook.com verzichten müssen. Sie können sich in jedem Dienst separat anmelden, so wie bei jeder anderen Cloud-Lösung. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die Anmeldeinformationen nicht automatisch mit dem Windows-Login verbunden sind.

Praxisbeispiel: Sie starten Ihren PC, loggen sich mit dem lokalen Konto „MaxMustermann“ ein, öffnen den Microsoft Store und geben dort „maxmuster@microsoft.com“ ein, um Apps herunterzuladen.

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